Bericht St. Petersburg

Stand: 19.07.2013

Flugreise nach St. Petersburg vom 30.05. bis 06.06.2013

St. Petersburg, auf 44 Inseln im Mündungsgebiet der Newa gelegen und mit dem Beinamen "Venedig des Nordens" versehen, gilt als die schönste und europäischste Stadt Russlands. Sie ist ein einziges gigantisches Museum, erbaut von den besten Baumeistern Europas im 18. und 19. Jahrhundert.

Barocke und klassizistische Paläste, Kirchen mit vergoldeten Kuppeln, breite Boulevards, herrliche Plätze und Parkanlagen ziehen den Besucher schnell in ihren Bann. Revolutionen, Bürgerkriege und der Blockade zum Trotz hat sich die einst glanzvolle Zarenresidenz ihren Charme bis heute erhalten.

Wir konnten uns auf unseren Ausflügen und Besichtigungen selbst davon überzeugen.

 

1. Tag:

Um 08.20 h begann unser Flug ab Düsseldorf mit Zwischenstopp in Berlin - Tegel nach St. Petersburg. Am Flughafen erwartete uns bei strahlendem Sonnenschein, der uns die Strapazen der Passkontrolle vergessen ließ, unsere deutsch sprechende Reiseleiterin, Frau Nina Kononova. Sie gab uns auf der Fahrt zum Hotel „Moskwa“ die wichtigsten Informationen.

1. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00.29 Uhr)

 

2. Tag

Mit einem fröhlichen „Dobroje utro“ Guten Morgen, begrüßte uns Frau Nina.

Auf unserem Programm stand zunächst die Besichtigung des Alexander-Newski-Klosters mit den beiden Nekropolen (Totenstadt altgr. nekrós „Toter“ und polis „Stadt“), dem Lazarus- und dem Tichwiner Friedhof, wo berühmte Musiker, Schriftsteller, Dichter und andere Künstler ihre letzte Ruhestätte fanden. (Wie z.B. Fjodor Dostojewski, Anton Rubinstein, Peter Tschaikowski und Iwan Krylow, um nur einige zu nennen.)

Danach Fahrt mit dem Bus zum Kaufhaus Gostiny Dwor am Newski Prospekt, Spaziergang entlang des sehr interessanten Teils der Prachtstraße, an dem außer dem Kaufhaus die Kasaner Kathedrale, das Feinkostgeschäft Jelissejew, das Geschäft ,,Passash" mit der eleganten Ladenpassage und das Jugendstilgebäude ,,Singer-Haus" liegen. Nach einer wohlverdienten Kaffeepause ging es gestärkt weiter zur Isaaks-Kathedrale, dem viertgrößten Kuppelbau der Welt. Besichtigung der Kathedrale und der anschließende Aufstieg zur Kuppel mit einzigartigem Panoramablick auf die Stadt waren ein einmaliges Erlebnis. Rückfahrt zum Hotel nach dem Abendessen in der Stadt.

2. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00.32 Uhr)

 

3. Tag

Nach dem Frühstück Beginn der Stadtrundfahrt mit kurzer Fotopause am Smolny Kloster mit Smolny Institut (heute Sitz des Bürgermeisters) und am Schlachtschiff Aurora. (Am 25. Oktober gab die Aurora mit einem Schuss das Signal für den Sturm auf das Winterpalais. Der Sturm gilt als Beginn der russischen Oktoberrevolution.) Danach Besichtigung und Führung im restaurierten Holzhäuschen Peter des Großen. Das Holzhäuschen ist das erste und somit älteste Haus St. Petersburgs. Es wurde 1703 innerhalb von 3 Tagen erbaut. Peter der Große bewohnte das Haus 6 Jahre lang.

Nach der Mittagspause Fahrt zum Piskarjowskoje Gedenkfriedhof für die 470.000 Opfer die während der Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht ums Leben kamen. Die meisten verhungerten.

In eine Steinmauer hinter der zwölf Meter hohen Statue der “Mutter Heimat“ ist ein Gedicht von Olga Bergholz (1910-1975) gehauen. Einer der Verse lautet:

„Doch wisse, wenn du diese Steine siehst: Keiner ist vergessen, und nichts ist vergessen“.

3. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00:32 Uhr)

 

4.Tag

10.00 Uhr Abfahrt zum Besuch von Winterpalast & Eremitage. Neben dem Louvre in Paris, dem Prado in Madrid und dem Metropolitan Museum of Art in New York eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Die Eremitage ist ein zentraler Bestandteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Sankt Petersburger Innenstadt. Nach dem Mittagessen mit Spezialitäten der russischen Küche im Restaurant NEP unternahmen wir eine interessante und erholsame Bootsfahrt über die Newa und durch die Kanäle des ,,Venedig des Nordens". Der anschließende Spaziergang durch den Sommergarten, dem frisch restaurierten Landschafts- und Skulpturenpark aus dem 18. Jh. rundete einen schönen Tag ab.

4. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00:34 Uhr)

 

5. Tag

Auf unserem heutigen Plan stand der Ausflug nach Peterhof, dem ,,russischen Versailles". Über 200 Jahre lang die gern besuchte Sommerresidenz der Zaren, etwa 30 km von St. Petersburg entfernt an der Südseite des Finnischen Meerbusens, berühmt für die Große Kaskade, ein barockes, treppenförmig angelegtes Wasserkunstwerk. Besichtigung des Parks und von Montplaisir, dem Lieblingspalast Peter des Großen. Rückfahrt nach St. Petersburg und Fahrt mit der Metro Linie 1, der architektonisch schönste Teil der Petersburger Metro.

Abendessen im Hotel, danach Besuch der russischen Folklore Aufführung im Nikolaj-Palast.

5. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00:36 Uhr)

 

6. Tag

Der heutige Tag begann mit der Fahrt zum Börsenplatz mit den 30 m hohen rot braunen Rostrasäulen auf der Wassili Insel. Nach einer „technischen Pause“ Weiterfahrt zur Peter-Paul-Festung mit Besichtigung der Peter-Paul-Kathedrale auf der Haseninsel. (Die Peter-Paul-Festung ist eine Festungsanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert, die den Ursprung und das historische Zentrum der Stadt St. Petersburg bildet.) Auf dem Gelände der Festung befindet sich die von 1713 bis 1732 gebaute Peter-Paul-Kathedrale, hier fanden die Romanow-Zaren von Peter dem Großen bis Nikolaus II. (außer Peter II. der in Moskau beigesetzt wurde) ihre letzte Ruhe. Nach dem Mittagsschuss (diese alte Tradition des Mittagsschusses um 12.00 Uhr wurde zum 250. Jubiläum von St. Petersburg im Jahr 1957 wieder aufgenommen) Weiterfahrt zur Besichtigung des prachtvollen Jussupow-Palastes, in dessen Keller Rasputin ermordet wurde. Nach der Mittagspause Besichtigung der neo-russischen Christi-Auferstehungskirche, die auch Blutkirche oder Erlöserkirche genannt wird.Erbaut an der Stelle, an der Zar Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel.

6. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00:37 Uhr)

 

7. Tag

Auch am vorletzten Tag unserer Reise ließ uns der Wettergott nicht in Stich. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Pawlowsk. Dort besichtigten wir das klassizistische Schloss Zar Pauls I. und Marija Fjodorownas. Nach der Mittagspause und einem kurzem Spaziergang im malerischen Schlosspark, Weiterfahrt zur ehemaligen Sommerresidenz der Zaren im ,,Zarendorf" (,,Zarskoje Selo" in der Sowjetzeit ,,Pushkin"). Besichtigung des Katharinen-Palastes mit dem wieder aufgebauten weltberühmten Bernsteinzimmer.

Am späten Nachmittag Abschiedsabendessen im Restaurant ,,Podworje" mit typisch russischen Gerichten und mehreren Gläschen Wodka. Verabschiedung von unserer Guide „Nina“ die uns mit viel Charme und großem Wissen St. Petersburg und seine Geschichte ein wenig näher gebracht hatte.

7. Übernachtung in St. Petersburg (Sonnenuntergang 00:39 Uhr

 

8. Tag

Letztes Frühstück und Koffer packen, danach Freizeit um von St. Petersburg Abschied zu nehmen und letzte Einkäufe zu tätigen.

14.00 Uhr Abfahrt zum Flughafen Pulkowo II; Check-in und Abflug über Berlin - Tegel nach Düsseldorf.

Bustransfer nach Dortmund und Unna.

Eine interessante und schöne Reise war zu Ende.

 

Dieter Brotte